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München hat goldenen Boden – Normalverdiener können Traum vom eigenen Haus begraben

Der Immobilienmarktbericht 2018 der Stadt zeigt: Es wird immer noch teurer in München. Die Wohnungspreise sind binnen eines Jahres um durchschnittlich 11,5 Prozentgestiegen, Wohnbaugrundstücke wurden um elf Prozent teurer. Insgesamt wurden auf dem Münchner Immobilienmarkt 2018 12,7 Milliarden Euro umgesetzt, ein Plus von fünf Prozent, und das, obwohl die Zahl der Kaufverträge um zwei Prozent zurückging. Diese Schere klafft immer weiter auseinander.

Wer sich in München noch ein eigenes Häuschen kaufen will, muss mindestens Millionär sein. Denn: Zwischen 1,2  und vier Millionen Euro kostet inzwischen ein neu gebautes frei stehendes Einfamilienhaus in durchschnittlicher bis guter Wohnlage. Kauft man eine bestehende Immobilie, wird es ein wenig günstiger (800 000 bis zwei Millionen Euro).

Rekordhalter im vergangenen Jahr ist der Käufer eines Einfamilienhauses in Bestlage in Bogenhausen, der 12 Millionen Euro zahlte. Da kommen einem Doppelhaushälften mit Preisen um die 1,2 Millionen Euro schon fast günstig vor, bereits bestehende Reihenmittelhäuser sind „schon“ ab 795 000 Euro zu haben. Doch auch hier gibt es natürlich Ausreißer nach oben, etwa jenes Reihenhaus in Bogenhausen, das 2018 für neun Millionen Euro verkauft wurde. Immobilienpreise in München weiter im Aufwärtstrend „Dem Wahnsinn sind nach wie vor keine Grenzen gesetzt“, sagt Albert Fittkau, Vorsitzender des Gutachterausschusses.

Das Gremium wertet jedes Jahr sämtliche notariellen Verkaufsverträge aus. Kommunalreferentin Kristina Frank (CSU) fügt bei der Vorstellung des Berichts am Mittwoch hinzu: „Die Preise auf dem Wohnimmobilienmarkt sind weiter im Aufwärtstrend, auch wenn der Trend abflacht.“ Neue Eigentumswohnungen in durchschnittlicher oder guter Lage sind heuer um weitere 9,5 Prozent teurer geworden (2017: plus 3,5 Prozent). Seit 2010 geht die Entwicklung hier ausschließlich nach oben. Kostete ein Quadratmeter in einer durchschnittlichen Wohnlage damals noch 3800 Euro, waren es 2016 bereits 6900 Euro – und nun sind es ganze 7800 Euro.

Es geht aber auch noch deutlich teurer: Eine neu gebaute Eigentumswohnung mit 220 Quadratmetern im Lehel ging für sieben Millionen Euro weg, das sind 32 000 Euro pro Quadratmeter. Auch bestehende Eigentumswohnungen sind heuer weitere zehn Prozent teurer als noch 2017. Die Quadratmeterpreise bewegen sich hier zwischen 6100 und 10 000 Euro, je nachdem, wo die Wohnung ist und ob sie unter Denkmalschutz steht. Exorbitante Preissteigerungen bei Gewerbeimmobilien Die Preissteigerungen auf dem Gewerbeimmobilienmarkt betrügen bis zu 100 Prozent, berichtet Frank. „Das ist exorbitant.“ 35 Euro Miete pro Quadratmeter Geschossfläche sind inzwischen normal. „Die Leerstandsquote im Innenstadtbereich ist nahezu null.“ Das sei auch auf die vielen Umnutzungen von Gewerbeimmobilien zurückzuführen. Viele ehemalige Büros oder Produktionsstätten würden zu Boardinghäusern und Hotels umgebaut. Quadratmeterpreise, die man vor rund zehn Jahren noch für fertig errichtete Wohnungen zahlte, werden nun allein für leere Grundstücke fällig.

„Die Wohnbaulandpreise sind 2018 um weitere elf Prozent gestiegen“, erklärt Fittkau. Für ein Einfamilienhausgrundstück muss man inzwischen 2000 Euro pro Quadratmeter in durchschnittlicher Lage und 4350 Euro in bester Lage hinblättern. Das teuerste Mietpreise auch für Gewerbetreibende zunehmend unbezahlbar Die ebenfalls vom Gutachterausschuss ermittelten Bodenrichtwerte für die ganze Stadt will Fittkau in den kommenden Tagen vorlegen.

Er verrät aber bereits, dass der Wert bei Gewerbeimmobilien in Top-Lagen weitere Schallmauern durchbricht. War ein Quadratmeter Kaufingerstraße unbebaut 2018 noch 125 000 Euro wert, sind es nun bereits 160 000 Euro. „Diese Steigerung ist höher als in anderen Städten der Bodenrichtwert selbst“, sagt Fittkau. Zunehmend sei in München von Gewerbetreibenden zu hören, dass sie die Mietpreise nicht mehr erwirtschaften können.

Quelle: Merkur.de vom 12.08.2019

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